Das war "The Race-1000 miles"

Am Samstag, 17. Oktober 2015 wurden die Yachten übernommen und noch am selben Tag für die Regatta vorbereitet. Da der Start für Sonntag, 18. Oktober 2015 16:00 Uhr geplant war, blieb für die Vorbereitungen nur wenig Zeit, es ist sich aber alles gut ausgegangen.

 

Etappe 1

Alle Teams waren am Sonntag um 13:00 Uhr am Wasser, um 14:00 Uhr wurden die Motoren aller Teilnehmer verplombt (der Motor durfte ausschließlich zum Laden der Batterie genutzt werden). Pünktlich um 16:00 Uhr fiel der Startschuss.  Leider wurde die Malemok III unseres sail4one-racing II „Fronius“ Team mit Skipper Bernd Nawrata wegen Frühstart zurückgerufen, konnte aber nach einer Strafrunde hinter die Startlinie und mit einer zusätzlichen 30 Minuten Zeitstrafe das Rennen starten.

 

 


Sail4one-racingI „Timewarp“ mit Skipper Berndt Schweiger konnte sich mit einem guten Start im vorderen Feld positionieren. So ging es in die erste Nacht, die anfangs durch wenig Wind gepärgt war und ziemlich ruhig begonnen hat. In den frühen Morgenstunden frischte der Wind auf und sail4one-racing I „Timewarp“ konnte sich im Laufe des Vormittags bei gutem Wind aus südlicher Richtung an die Spitze arbeiten. Auch sail4one-racing II „Fronius“ arbeitete sich von der letzten Position auf Rang zwei vor.
Bis zur Straße von Otranto konnten die Positionen und die Gegner auf Abstand gehalten werden. Dann trennten sich die Wege unserer Teams. Während sich sail4one-racing I „Timewarp“ in Führung liegend vor Korfu für 15 Stunden in einer Flaute einparkte und die gesamte Crew nahe einem Nervenzusammenbruch war, konnte sail4one-racing II „Fronius“ weiter westlich die Führung übernehmen und diese bis ins Etappenziel verteidigen.
Nach der langen Flautenzeit kam es wieder ganz anders. Gut 13 Stunden Gewittersegeln mit Wind bis zu 45kn, Regenschauer und Blitze, die die Nacht taghell machten, kam man sich vor wie in einer Wäschetrommel im Vollwaschgang. Jedoch gelang es sail4one-racing I „Timewarp“ bei diesen widrigen Bedingungen sich auf den dritten Platz zurück zu kämpfen und somit waren alle mit dem Etappenergebnis sehr zufrieden und es konnte gefeiert, ausgeruht, getrocknet und gelüftet werden.


Pause in Lefkas

Drei Tage Pause in Lefkas konnten alle Teams gut gebrauchen. Neben kleinen und größeren Reparatur konnte bei sonnigem und warmen Wetter alles wieder getrocknet werden. Die Siegerehrung der ersten Etappe fand bei Sonnenschein und in nettem Ambiente in einem Club in Lefkas Stadt statt. Hervorragendes griechisches Buffet, Bier vom Fass, Wein und Uzo erfreuten alle Teilnehmer und -innen.

Die sehr laute aber gute Live Band und die Strapazen der Woche forderten doch Tribut und so war der Abend eher kurz. Hinsichtlich des Starts zur 2. Etappe am nächsten Tag kam es aber nicht ungelegen.


Etappe 2

Nach einem füllenden Frühstückbuffet und dem Skipperbriefing wurde zum Start ausgelaufen, welcher wieder pünktlich um 16:00 Uhr stattgefunden hat. Bei wenig Wind, aber diesmal ohne Frühstart, machten sich alle Schiffe auf den Weg nach Biograd.


Sail4one-racing I „Timewarp“ konnte sich nach einem sehr guten Start wieder im Spitzenfeld positionieren. Das Feld selbst teilte sich bald in 2 Teile. Für die Teams, die den Weg nahe Korfu wählten, war das Schicksal schon bald besiegelt. In der Flaute hängen geblieben, gab es für viele bald keine Chance mehr unter Segel innerhalb des Zeitlimits ins Ziel nach Biograd zu kommen. Somit mussten bereits in der zweiten Nacht einer nach dem anderen den Motor starten und so den Heimweg antreten. Allerdings wurde die gesegelte Zeit bis ins Ziel weiter berechnet und somit blieben alle Schiffe in der Wertung. Leider hieß es auch bei sail4one-racing II „Fronius“ am Mittwoch um 15 Uhr Motor an.

Sail4one-racing I „Timewarp“ traf diesmal die richtige Entscheidung und segelte auf westlichen Kurs im Spitzenfeld bis vor die italienische Küste. Aber auch da waren alle Schiffe von wenig bis gar keinen Wind betroffen. Erst am Montag abends kam Wind auf und die Stimmung der Teilnehmer besserte sich wieder. Bei Wind aus Süden mit bis zu 30 kn ging es den ganzen Dienstag hurtig zur Sache. Auf der zweiten Position in der Klasse, jedoch schon über 7 Meilen hinter den hervorragend und nur zu zweit segelnden Christian "Fu" Fuczik und Ute Wagner kam

sail4one-racing I „Timewarp“ nach Vis, ein schon sehr oft für unsere Crew rennentscheidender Ort. So war es auch wieder beim „The Race – 1000 Miles“. Gewitterwolken türmten sich, weiße Wände aus Regen kamen von allen Seiten, Blitze, wo man auch hinsah, Wind aus allen Richtungen von 0 kn bis zu über 30 kn und sogar eine Windhose waren am Programm. Bei diesen Bedingungen konnte Berndt Schweiger und seine Crew die in Führung liegenden Fu/Wagner vor Zirje noch abfangen und sich an die Spitze setzen.


Nachdem sich die Freude über die Führung auf Grund der Umstände in Grenzen hielt, war die Freude über das Finish dafür umso größer. Die letzten 13 Seemeilen konnte man sich gegen Rudi Rieder und seine Abracadabra, die die erste Etappe gewonnen hatten, behaupten und einen knappen Vorsprung über die Ziellinie retten.


Das sehr erfreulichen Endresultat und einige Fakten:


sail4one-racing I "Timewarp" sail4one-racing II "Fronius"
Einheitsklasse Bavaria 40cs 1 Platz 2 Platz
Blaues Band Bavari 40cs 1 Platz 5 Platz
Blaues Band gesamt 7 Platz 15 Platz
Gesamt nach ORC 8 Platz 21 Platz
Gesamtdistanz 928,0 sm  913 sm
1 Etappe
471,2 sm
433,0 sm
2 Etappe
456,8 sm
113,0 sm
Bestes Etmal 166,1 sm  183,0 sm
Kleinstes Etmal 68,36  36,0 sm
Max. Speed durchs Wasser 12,4 Knoten  14,3 Knoten

 

Bei einer sehr gelungenen Siegerehrung mit Feuerwerk, Buffet, Weinverkostung und vieles mehr wurde bis in die frühen Morgenstunden gefeiert.


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