10. NEMO Cup, Juni 2017

Wachablöse durch die Jugend  

 In Mörbisch, am schönen Neusiedlersee bei der Segelschule Lang, fand dieses Jahr eine Wachablöse statt. Die Jugend hat diesmal eindeutig den Ton mit dem Erreichen von Platz eins und zwei im Endklassement angegeben.

Den 10. NEMO Cup haben Alexander Pokorny, Franz Withalm und Peter Stumberger  gewonnen. Den zweiten Platz holten Christian Metzler, Barbara Pokorny und Oskar Meller und Platz drei belegten Wolfgang Stumberger, Jutta Piegler und Thomas Stumberger.

 

Auf Grund von Sturmwarnungen musste der Nemo Cup kurzfristig von Samstag auf Sonntag, den 18.07.17, verschoben werden. Doch auch der Sonntag begann so stürmisch wie der Samstag endete und brachte allen NEMO-Cup TeilnehmerInnen somit  genug extra  Zeit ein um mögliche Strategien der  bevorstehenden Wenden und Halsen zu besprechen, da ein Ausfahren am Vormittag schlicht unmöglich war und alle auf bessere Bedingungen warten mussten.

 

Gestärkt nach dem Mittagessen, alljährlich gibt es traditionell Pizza, wurde bei kräftigem Wind gestartet. Die sechs Kieljollen pflügten nur mit dem Groß durchs Wasser und die Crews konnten sich so an die anspruchsvollen Bedingungen mit böigen und drehenden Winden gewöhnen. Die vierte und letzte Wettfahrt konnte bei schwächer werdendem Wind doch noch mit Fock gefahren werden. Der NEMO Cup fand mit vier Wertungen und  einem Streichresultat so einen würdigen Abschluss. 

Die weniger Segelerfahrenen unter den RegattateilnehmerInnen wurden durch die spannenden Wettfahrten auch mit dem Regattavirus infiziert und der NEMO Cup wurde seinem Zweck, noch unerfahrene, aber ambitionierte Neulinge für diesen Sport zu begeistern,  gerecht. Am besten zeigen dies wohl die Worte von Andrea, die das erste Mal überhaupt auf einem Segelboot war.

 

Hier ein kleiner Auszug und das Fazit des Berichts von Andrea Schwent:

Ich als "Nockapatzl", was den Segelsport betrifft, war schon beim Zuschauen überfordert (Wie wissen die, wo sie hinfahren müssen? Die fahren ja alle nur kreuz und quer!? Wie machen die das, dass die nicht ständig alle zusammenkrachen? Wie funktioniert das mit dem Wind und dem Segel? usw.). Und ich hätte mir nicht vorstellen können, mich in so ein Mini-Boot zu setzen. Ich, die panisch wird, wenn sie im Wasser keinen Boden mehr unter den Füßen spürt, in so einem kleinen Boot, das vielleicht umkippen könnte ... Never ever!!

Noch eine letzte Wettfahrt, diesmal mit Genua. Das hieß für mich, ich bekam auch mehr zu tun. Toni und Christian gaben mir Anweisungen und ich stemmte mich gegen die Wände und zog an den Seilen. Es ging noch schneller dahin und das Boot neigte sich noch etwas mehr und zum Abschluss wurde ich noch so richtig nass. Wir kamen durchs Ziel und haben die letzte Wettfahrt gewonnen! Juhu!!

Fazit:

 

Ich hatte sehr viel Spaß und freue mich, dass ich mich dazu entschieden habe mitzumachen. Ich habe eine tolle neue Erfahrung gemacht und bin stolz auf mich Landratte, dass ich mich auf diesem wackelnden Ding auf den stürmischen Neusiedler See gewagt habe. Es war eine tolle Truppe, alle waren super nett und haben mich herzlich aufgenommen. Ich habe mich sehr wohl gefühlt. Danke an meine Teamkollegen Christian und Toni, die mir sehr viel gezeigt und erklärt haben und mich unter ihre Fittiche genommen haben! Und Danke an Wolfgang und meinen Schatz Thomas, die mich davon überzeugt haben, teilzunehmen! Es war sehr cool! Ich denke, nächstes Jahr werde ich wieder dabei sein...